„Das Fest ist eines der größten Openair Festivals Deutschlands, ja sogar der Welt! Es gibt es bereits seit 1985. Jedes Jahr kommen rund 230.000 bis 250.000 Besucher zum Festival in der Günter-Klotz-Anlage, um dort ihr Wochenende ausklingen zu lassen, alte Freunde zu treffen, zu trinken und Spaß zu haben. Allerdings wird man seit einigen Jahren ohne Kontrolle nicht mehr hereingelassen. Aber das ganze ist immer noch weitgehend kostenlos. Nur die Konzerte auf der gigantischen Hauptbühne kosten etwas. Für 5 € ist man dabei. Ein echt lächerlicher Preis. Was die Konzerte auf der großen Bühne besonders ausmacht: Der Mount Klotz! Es hat bisher noch keine Band gegeben, die da nicht beeindruckt waren.

Mit der Feldbühne, der Kulturbühne und erwähnter Hauptbühne gestaltet sich das Fest jedes Mal traditionell. Es gibt auch eine DJ–Bühne, auf der sehr viele DJs ihre Musik abspielen und den Leute unten für gute Stimmung sorgen. Die DJ-Bühne ist vor allem etwas für die jüngeren Fest-Besucher. Auf der Hauptbühne, die viermal so groß ist wie die anderen, treten jedes Jahr neue und alte Stars auf, die wirklich für jeden Geschmack etwas bieten, wie zum Beispiel: Casper, Culcha Candela, Sportfreunde Stiller, Deichkind, Jan Delay oder Clueso (den wir übrigens letztes Jahr vor seinem umjubelten Auftritt interviewt hatten). Für den Hunger ist auch immer gesorgt mit Essensständen. Es gibt auch Stände in denen man Sachen gewinnen oder sich einfach informieren kann.

Vorbeikommen lohnt sich auf jeden Fall.“

(Mihriban Sol)

 

„Es war im Großen und Ganzen ein schöner und gemütlicher Tag. Ein tolles, großes Gelände mit einem sehr ansprechenden Bühnenprogramm, einem schönen Bereich für die kleinen Gäste, interessanten Ständen und einem coolen und lustigen Angebot.

Ich war mit meiner Klassenkameradin Fabienne auf dem Fest. Morgens hatten wir erfahren, dass wir ab dem nächsten Schuljahr in der Schülerzeitung dabei sein dürfen – mittags hatten wir schon unseren ersten Reportage-Job. Wir sollten einen kurze Konzertbericht schreiben über eine Gruppe unserer Wahl. Eine Band ist uns besonders ins Auge gestochen und das nicht nur wegen ihres Namens: VOODOO KISS. Die Band besteht aus vier Jungs, alle gebürtige Karlsruher und zwar der Frontsänger Sebastian, Pascal als Sänger und an der Gitarre, Phil am Bass und Johnny an den Drums. Sie spielen hauptsächlich Bluesrock. Auf Das Fest sind die vier mit ein paar Songs aufgetreten und haben es geschafft trotz der wenigen Leute um dieser frühen Uhrzeit richtig Stimmung zu machen.

Durch groovige Riffs, souligen Gesang und pulsierende Beats hat Voodoo Kiss einen unvergleichlichen Stil entwickelt und lässt daran erinnern, dass Rockmusik von Leidenschaft und zuletzt auch von dem Glauben an die guten alten Rockgötter lebt.

Denn wie Jimi Hendrix sagen würde „We are all made of Rock´n Roll“! Das Fest, das muss man gesehen haben!“

(Ronja Treutle)

 

„Auf dem Fest war es sehr schön und auch laut. Am Anfang war es noch nicht so sehr besucht, doch gegen 18:30 Uhr wurde es voller. Die Hauptbühne war sehr groß und schon um diese Uhrzeit war richtig viel los. Wir befragten ein paar Besucher wie sie Das Fest finden. Sie sagten, dass Sie jedes Jahr hingehen und es immer und immer wieder cool finden. Auch das Essen auf dem Fest war lecker, genauso wie das Trinken. An der Musik fand ich es nicht gut, dass sie so viel Bass drin hatten. Es hat richtig gebummt! Dennoch war die Musik gut! Die vielen Zuhörer gingen ab wie Raketen, der Gitarrist spielte so laut, dass man manchmal den Sänger nicht mehr hören konnte.

Wir beschlossen nochmal eine Kleinigkeit zu trinken und essen. An einem der vielen Indostände bekamen wir sogar Tattoos und auch einen Gutschein fürs Europabad. Der Kinderbereich war groß und auch schön, dort konnte man viele verschiedene Spiele spielen wie z.b. Diabolo, Tischkicker, Frisbee, Fußball usw. Es war einfach super. Die Musik war so laut, dass ich, als ich wieder daheim war, die Musik noch hören konnte.“

(Fabienne Blümle)

 

„Das Fest besuche ich seit 1992 und ist seitdem jedes Jahr ganz fett im Terminkalender eingetragen. Es findet immer am letzten Wochenende vor den Sommerferien statt. Da kann man es schon mal krachen lassen! Früher waren wir immer oben auf dem Berg, dem sagenumwobenen Mount Klotz! Von dort hat man eine phantastische Blick auf die Bühne und das gesamte Gelände. Heute stehe ich mit meinen Freunden immer unten, seitlich der Bühne. Selbst wenn wie dieses Jahr wieder 50.000 Leute da sind, so hat man doch immer genug Platz, so dass es nicht zu gedrängt ist. Denn Platz braucht man schon etwas bei den ganzen Umarmungen mit Leuten, die man viele schon länger nicht mehr gesehen hat. Aufs Fest kommen sie dann nämlich alle – und das seit als mehr als zwanzig Jahren.

Dieses Jahr wollte ich unbedingt Wanda sehen, eine Band aus Wien. Ich hatte sie bereits im November und Februar live gesehen und war mir sicher, dass sie die Hauptbühne am frühen Samstagabend rocken würden. Doch ihr österreichischer Amore Indie Pop war vielen leider noch zu unbekannt, dazu die etwas frühe Uhrzeit,… Schade, da wäre bestimmt mehr gegangen! Doch dann kam ja noch der Top Act des Samstagabend: Fettes Brot, Nordish by Nature! Mit genau diesem Song starteten die drei Jungs aus Hamburg ihre fulminante Show. Eineinhalb Stunden feinster Elektro-Hip-Hop-Pop, ich hätte echt nicht gedacht, dass Fettes Brot noch so abgehen können. Sind ja auch schon etwas in die Jahre gekommen. Der Mount Klotz bebte bei Hits wie „Schwule Mädchen“, „Emanuel“ oder „Echo“. Mein Highlight: „Jein“ Das Stück habe ich schon damals im K5 oder Krokokeller gespielt. „Es ist 1996, meine Freundin ist weg und bräunt sich in der Südsee…“ Alle 50.000 sangen mit und da waren dann selbst die coolen Hamburger mal kurz sprachlos.

Sonntags schaute ich mir noch Milky Chance und Element of Crime an. Und dann war das Fest-Wochenende leider auch schon wieder vorbei. Das ist schade zwar, doch bald schon sind ja Sommerferien. Und wenn die Schule wieder losgeht, habe ich einen großen Grund mich auf den nächsten Sommer zu freuen. Das Fest 2017, wir sehen uns!“

(Axel Goerke)

 

„Seit die drei jungen Männer Clemens, Philipp und Antonio aus Kassel ihr bisher erstes Album „Sadnecessary“ im Jahr 2013 herausbrachten, fahren bzw. fliegen sie nur noch von einem zum anderen Konzert. Das Album brachte ihnen international einen Riesenerfolg ein. Clemens’ besondere Stimme lässt einen fühlen, als würde ein erfahrener, weiser Mann gerade eine seiner Geschichten erzählen. Wenn nun aber ein gerade mal 23-jähriger plötzlich auf der Bühne steht, (neben ihm ganz unscheinbar ebenfalls zwei Anfang 20-jährige) glaubt man seinen Augen kaum.

So auch ich, als Herr Goerke mir sagte, Milky Chance würde dieses Jahr bei Das Fest auftreten. Claudia und ich machten uns am Sonntagnachmittag also auf den Weg in die Günther-Klotz-Anlage, um Dima zu treffen, unseren Ernschtle-Kollegen und Fotografen. Angekommen im Pressebereich trafen wir Herr Goerke, tranken ein Bier und gingen los, direkt zur Hauptbühne. Wir standen zwar nicht sehr weit von der Bühne weg, dennoch versperrten uns einige Köpfe die Sicht. Als die drei um 19 Uhr dann aber die Bühne betraten, war alles um uns herum egal. Die Stimmen der beiden (Clemens und Philipp) rissen uns einfach sofort mit und ganz offensichtlich – auch die Spitze des ‚Mount Klotz’.

Es herrschte also von Anfang an eine super Stimmung und diese stieg mit jedem Lied. Der Berg gab sein bestes, der Folk-Musik gerecht zu werden und man sah immer wieder Leute in der Masse mitsingen und tanzen, was bei solch einzigartiger Musik auch kein Wunder ist. Nacheinander spielten sie einige Lieder des Albums „Sadnecessary“ wie zum Beispiel „Loveland“ oder „Flashed Junk Mind“. 
Im Anschluss folgten noch zwei Lieder ihres bald neu erscheinenden Albums, darunter „Ego“. Die beiden Songs machten sofort Lust darauf, die neue Platte so schnell wie möglich zu hören. Als Abschlusssong spielten sie dann schließlich noch ihren Klassiker und erfolgreichsten Hit „Stolen Dance“.

Es war ein tolles Konzert. Schade nur, dass das geplante Interview mit Milky Chance kurzfristig hat ausfallen müssen. Na ja, ein andere Mal.“

(Sophia Brakert)