Hier bin ich Mensch! Hier darf ICH sein! Das war das Thema des diesj├Ąhrigen Musik-Tanz-Medien-Projekts.

Vor mehr als sechs Monaten hatten wir uns zum ersten Mal im Jubez getroffen und uns wurde gezeigt, auf was das Projekt aufbauen sollte. Es war das Gedicht Osterspaziergang aus Goethes ÔÇ×FaustÔÇť. Anfangs war es sehr schwierig, etwas damit anzufangen. Aber umso ├Âfter wir uns getroffen haben, desto mehr mehr Ideen haben wir bekommen und dann auch umgesetzt. Wir haben uns jedenfalls auf das Gedicht eingelassen.

Schwieriges Thema: Goethe und Fl├╝chtlinge

Es war nicht immer leicht, mit allen eins zu werden. Doch am Ende haben wir uns immer irgendwie geeinigt. Wir haben nicht nur getanzt sondern auch gebastelt, Texte geschrieben oder auch mal ein Interview in der Stadt durchgef├╝hrt. Monat f├╝r Monat verging, man lernte sich immer besser kennen und hatte viel Spa├č miteinander. Dann stand pl├Âtzlich das Wochenende vor der T├╝r, wo wir in der Schule ├╝bernachten sollten. Neben der anstehenden Arbeit an unserem gro├čen Projekt hatte das ganze noch einen anderen Effekt: Dort wurden wir letztendlich zu einer gro├čen Gruppe, jeder hat mit jedem etwas gemacht und jeder hat geholfen, wenn es etwas zu helfen gab.

Teambuilding durch Schul├╝bernachtung

Wir haben an diesem Wochenende so viel geschafft, das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Manche T├Ąnze waren eben noch nicht fertig oder sagen wir es so: Sie waren noch nicht sauber. Nur noch ein Monat und dann stand der Auftritt vor der T├╝r. Uns war nicht klar, dass wir nur noch vier Mal im Jubez sein sollten um alles fertigzustellen. Wir probten was das Zeug h├Ąlt. Es war mega anstrengend und super stressig. Nun war es aber soweit, der gro├če Tag stand unmittelbar bevor. Dabei bekamen wir auch noch Unterst├╝tzung von Frau Kraft, die uns hinter der B├╝hne beim Ablauf und auch beim Umziehen geholfen hat, von Tanja vom Jubez, die uns die R├Ąumlichkeiten und das Material zur Verf├╝gung gestellt hat, dazu von Herrn Koch und Karsten (Musik und Licht) sowie von Salvatore, Sinan und Tobias f├╝r die Effekte. Den gr├Â├čten Teil zum gemeinsamen Erfolg haben aber Frau Koch und Herrn K├Ânig-Kurowski beigetragen. Ohne die gro├čartige Arbeit unserer beiden Lehrer h├Ątten wir das niemals so gut hinbekommen. Denn das haben wir!!! Die drei Auff├╝hrungen waren der absolute Hammer!

Wir k├Ânnen nun stolz sein auf unsere Arbeit, denn die Zuschauer waren begeistert. Sogar die BNN hat gro├č ├╝ber unser Musiktheater berichtet. Es war wirklich nicht einfach das aktuelle Thema ÔÇ×Fl├╝chtlingeÔÇť da mit rein zu bringen. Ich meine, was haben Fl├╝chtlinge schon mit einem Osterspaziergang zu tun? Dazu noch, wo der von Goethe geschrieben wurde?! Genau! Eigentlich gar nichts. Und trotzdem haben wir es richtig gut hinbekommen.

Positive Kritik

Wir bekamen richtig viele positive R├╝cksendungen von Sch├╝lern aus unserer Schule, von Lehrern und nat├╝rlich auch von Freunden, Mitsch├╝lern, Eltern oder eben Verwandten. K├Ânnten wir noch einmal bei so einem Projekt mitmachen, w├╝rden wir es auf jeden Fall tun. Leider ist im Juli unsere Zeit an der ERS Geschichte und es wird f├╝r uns kein weiteres Tanzprojekt geben. Also Leute, meldet euch in zwei Jahren daf├╝r an! Es macht sehr viel Spa├č und man lernt sich besser kennen. Man hat auch die Chance, neue Erfahrungen zu sammeln und den anderen zu zeigen, was alles m├Âglich ist. Ganz nach dem Motto unserer Show: Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein!

PS: Schaut euch das Video dazu auf Ernschtle-TV an!