Laut einer Umfrage des Teilprojekts der REFOWAS („Reduce Food Waste“) wird an Ganztagsschulen in Baden-Württemberg rund ein Viertel der produzierten Essensmengen entsorgt, also weggeschmissen. Hochgerechnet auf alle deutschen Ganztagsschulen entspricht dies rund 29.000 Tonnen Lebensmittelabfälle pro Jahr oder umgerechnet 22 Kilogramm pro Ganztagsschüler. Diese Abfälle haben grob geschätzt einen Wert von rund 57,8 Mio. Euro!

Wir wollten wissen, wie das bei uns an der Schule ist. Ernschtle-Redakteurin Josephina Eusterholz hat sich deshalb bei unserer geliebten Küchenchefin erkundigt. Frau Elvira Kühle kann dies leider nur bestätigen. Auch an der ERS wird etwa ein Viertel des Essens weggeworfen und das jeden Tag, Ihr ist aufgefallen, dass immer weniger Schüler etwas essen, obwohl sie das Essen des neuen Caterers meistens gut findet. Bei manchen Angeboten kann sie die Schüler aber sogar verstehen. Gewürfelter Fisch und Eier-Omeletts scheinen besonders unbeliebt zu sein.

Wie es anders gehen könnte, sieht man momentan in Wien (Österreich). Dort stellen immer mehr Schulen auf Mittagsbuffet um, mittlerweile schon 84 von 124 Schulen. Das heißt, Schüler können sich auswählen, was und wie viel sie essen wollen. Es kann dann auch mal sein, dass sich jemand Nudeln mit Schokopudding serviert. Oder solche Sachen. Aber wenn es die Kinder glücklich macht?! Erste Untersuchungen zeigen, dass dort weniger Essen weggeworfen wird. Vielleicht auch eine Idee für unsere Schule?

Wir bleiben für euch an dem Thema dran und werden in Kürze unserem Caterer, der Firma Sauter in Bruchsal, einen Besuch abstatten. Bis dahin: Gebt dem Essen eine Chance und seid lieb zu ihm. Wollt ihr etwa weggeworfen werden?