und weiter ins ZDF Hauptstadtstudio zur Verleihung des XY Preis, wo wir noch andere Promis trafen wie den bekannten Moderator Rudi Cerne oder unseren Bundesinnenminister. Beim Ernschtle erlebt man was!

Ich bin Selin und seit diesem Jahr neu in der Ernschtle Redaktion. Nun ging es für mich auf meinen ersten kleinen „Redaktionsausflug“. Wir brachen nach Berlin auf um zu unserem nächsten großen Thema „Zivilcourage“ zu recherchieren. Wir wollten aber auch einen Fotografen treffen, der gerade erst mit dem renommierten „Fried Photo Award“ ausgezeichnet wurde: Stefan Boness.

Nachdem wir Dienstagabend endlich im Hostel eingecheckt und uns umgeschaut hatten, sind wir in der Nähe gemeinsam vietnamesisch essen gegangen. Den restlichen Abend verbrachten wir im Hausboot, da wir alle sehr erschöpft waren. Doch am nächsten Tag haben wir dann wirklich so einiges erlebt. Da es mein erstes Mal in Berlin war, war ich um so aufgeregter, die Stadt ein wenig zu erkunden. Wir fuhren gegen Mittag in die Stadt um uns ein wenig umzuschauen – dabei haben wir viele unterschiedliche Orte gesehen. Berlin kann nämlich sehr unterschiedlich sein, zum Beispiel alternativ in Kreuzberg oder schick in Charlottenburg am Ku’damm.

Da wir noch den Fotografen Stefan Boness zum Interview treffen wollten, machten wir uns langsam auf den Weg an seine Privatadresse. Es war unser erstes „Wohnzimmer-Interview“ und es lief richtig gut. Stefan Boness hat uns Tee angeboten und wir haben es uns gemeinsam gemütlich gemacht. Er erzählte uns einiges über seine Leidenschaft fürs Fotografieren und zeigte uns auch einige seiner bekanntesten Bilder, welche er an so verschiedenen Orten wie z.B. Japan oder Israel aufnahm. Stefan Boness selbst meinte, dass er es nicht wirklich weiter empfehlen könne, Fotojournalist zu werden, da man für diese schwere und zum Teil aufwendige Arbeit nicht viel verdient. So hat er für den Abdruck seines mehrfach ausgezeichnete Bild von Fridays For Future von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gerade einmal 77€ bekommen – und das obwohl sein Bild auf einer halben Seite gedruckt wurde. Trotzdem kann er selbst gut davon leben, aber auch nur, weil er sich mittlerweile einen Namen gemacht hat im Business. Auch sei man in vieler Hinsicht sehr privilegiert: Man erlebt tolle Situationen, trifft spannende Menschen und kommt viel herum. Und auch gerade die Selbständigkeit gibt einem zudem viele Freiheiten.

Das Interview verlief wirklich gut (nachzulesen dann im Ernschtle 2020). Nach rund einer Stunde mussten wir schon zu unserem nächsten Ziel aufbrechen, zum ZDF-Hauptstadtstudio, wo die Preisverleihung des XY-Preis stattfand.

Da wir noch etwas zu früh da waren und ich noch nie das Brandenburger Tor gesehen habe, beschlossen wir dort einmal vorbeizuschauen. Es war ein beeindruckendes Gefühl, das Wahrzeichen von Deutschland gesehen zu haben. Im Fernsehstudio wurden wir schon erwartet und freundlichst empfangen. Wir bekamen unsere Presse-Schilder ausgehändigt und sofort wurde uns Essen und Getränke angeboten. Schließlich eröffnete der bekannte Moderator Rudi Cerne die Veranstaltung und lobte den Einsatz der Preisträger, die in besonderem Maße Zivilcourage gezeigt haben. Auch der Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte einige Worte und zeichnete anschließend die Sieger des XY-Preises aus. Nachdem das offizielle Programm vorüber war, nutzten wir gleich die Chance um Fotos mit den Laudatoren und Preisträgern zu schießen und uns mit ihnen auszutauschen. Auch ein Interview mit Rudi Cerne haben wir durchgeführt, siehe extra Artikel. Mit der Schauspielerin Amy Mußul, einer der Laudatoren und TV-Kommissarin bei SOKO Leipzig, haben wir noch ein weiteres Interview vereinbart. Dann machten wir uns langsam wieder auf den Weg zum Hostel.

Es war ein produktiver aber auch anstrengender Tag. So schön es auch in Berlin war, wir mussten uns heute schon wieder auf den Heimweg machen. Doch mit voller Stolz kann ich sagen, dass es ein gelungener Ausflug war mit vielen brauchbaren Infos. Ich bin schon heute auf die nächsten Ereignisse gespannt, die ich mit der Schülerzeitungsgruppe erleben werde.

Mehr über Stefan Boneis erfährst du auf seiner Webseite: http://www.iponphoto.com