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Into the wild

Abenteurer Survival Joe ist einer der gr├Â├čten Outdoor Experten. Bei unserem Treffen hatte er viele spannende Geschichten auf Lager. Dazu hat er uns beigebracht wie man richtig Feuer macht - Grundlagenwissen, das man zum ├ťberleben

Abenteurer Survival Joe ist einer der gr├Â├čten Outdoor Experten. Bei unserem Treffen hatte er viele spannende Geschichten auf Lager. Dazu hat er uns beigebracht wie man richtig Feuer macht – Grundlagenwissen, das man zum ├ťberleben in der Wildnis braucht.

Es gibt nur wenige Menschen auf der Welt, die sich so gut im ├ťberleben in der Wildnis auskennen wie Survival Joe. Fernab jeglicher Zivilisation, ganz ohne Hilfsmittel auszukommen, das ist es, was Joe reizt und ihn antreibt. Als ausgewiesener Fachmann bietet er Workshops und Survival Trainings an und schreibt sehr erfolgreich B├╝cher ├╝ber das Leben in der Wildnis bzw. wie man im Einklang mit der Natur leben kann. Dies tut er zumeist in Griechenland, wo er die H├Ąlfte des Jahres mit seiner Partnerin verbringt. W├Ąhrend Joe die Texte schreibt, schie├čt Patricia Fotos und sorgt f├╝r die tollen Illustrationen.

Vergangenen Herbst hatten wir die Gelegenheit, die beiden n├Ąher kennenzulernen. Das Interview fand dem Thema entsprechend nicht bei uns in der Schule oder in irgendeinem B├╝ro statt, sondern in ihrem Gartengrundst├╝ck in Weingarten, wo es auch schon recht wild war. Nach einer freundlichen Begr├╝├čung und Vorstellungsrunde konnte der Workshop beginnen, in dem wir unser eigenes ÔÇ×Feuer in der WildnisÔÇťentfachen sollten. Dabei hat Joe uns viele spannende Geschichten erz├Ąhlt, tolle Abenteuer aus der ganzen Welt. F├╝r uns war es nat├╝rlich auch sehr interessant zu erfahren, wie er dazu gekommen ist. Oder: Warum macht man so was?

Survival Joe hei├čt eigentlich Johannes Vogel und ist 36 Jahre alt. Uns wird schnell klar, dass er sich sehr gut auskennt, in dem was er macht. Trotz seines Erfolgs ist er ├╝berhaupt nicht abgehoben. Einfach ein sympathischer Typ. ├ťber sich selbst sagt er, dass er gerne reist und auch sehr gerne fremde Kulturen kennenlernt. So war er schon dreimal in Australien um dort mehr ├╝ber die Lebensweise der Aborigines herauszufinden. Aber auch hier in unseren W├Ąldern kennt sich Joe gut aus und hat schon mehrere Survival Trainings absolviert. Oft wird er von Unternehmen gebucht oder vom Fernsehen, aber auch Einzelpersonen k├Ânnen bei Joe lernen, gerade dann, wenn sie einen Trip in die Wildnis in Erw├Ągung ziehen. Joe hat dann die richtigen Tipps bereit. So ist es zum Beispiel Brauch, Holz immer erst 200m von seinem Lager entfernt zu sammeln. Das tut man, damit man f├╝r den Fall, dass man zum Beispiel erkrankt, dann schneller und einfacher an Holz heran kommt. Bei einem solchen Training lernt man auch mehr, die Ressourcen der Umwelt zu sch├Ątzen und diese in der Folge besser zu sch├╝tzen.

Zu der Frage wie er zum Survival gekommen ist, sagt er, dass er da ÔÇ×reingerutschtÔÇť sei. Fast wie jedes Kind wollte er fr├╝her einmal angeln gehen, das war so mit der erste Kontakt mit der freien Wildbahn. Mit seinem Freund ist er schon als Kind viel am Wasser gewesen und dabei haben sie sich dann aber auch irgendwann Fragen gestellt, wie zum Beispiel, ob man das Wasser aus dem Fluss trinken kann. Joe hatte schnell mehr und mehr Fragen und das Ganze verselbst├Ąndigte sich. Nach seinem Abi und einem ersten l├Ąngeren Aufenthalt im Outback in Australien konzentrierte sich Joe mit einem Biologiestudium voll auf seine Passion. W├Ąhrend seines Studiums hat er sich mit ersten Workshops und Kursen Geld dazu verdient. Auch hat er damals schon sein erstes Buch geschrieben – bis heute sind es insgesamt schon 17 St├╝ck!

Joe hat die halbe Welt gesehen und m├Âchte eigentlich keine Erfahrung missen. Aufgewachsen am Bodensee und sp├Ąter dann in Eggenstein, hatte er die Idee, einmal vom Bodensee den Rhein flussabw├Ąrts bis nach Karlsruhe zu schwimmen. Keine gute Idee, denn dabei w├Ąre er bereits am ersten Tag fast ertrunkenÔÇŽ

In seinen Trips um die Welt ern├Ąhrt er sich fast ausschlie├člich, zum Teil Monate lang, nur von vor Ort wachsenden Pflanzen oder eigens erjagten Tieren: ÔÇ×Ich habe mich in W├╝sten von Reptilien und Insekten ern├Ąhrt und hatte nichts dabei au├čer ein wenig WasserÔÇť.
Ein wichtiger Aspekt beim ├ťberleben in der Wildnis ist auf jeden Fall Feuer! Wie man ein solches macht, dazu waren wir da. Gemeinsam als Team stellten wir uns der Aufgabe und gaben unser Bestes. Erst passierte lange nichts, dann waren es ein paar Funken. Doch schlie├člich brannte die Flamme! Wir hatten es geschafft, dank Joes Unterst├╝tzung zugegebenerma├čen. Auf die Frage an uns, ob wir uns vorstellen k├Ânnten, in der Wildnis zu leben, riefen wir alle wie aus der Pistole geschossen ÔÇ×JAÔÇŁ. Vielleicht waren wir noch zu happy, dass das mit dem Feuermachen irgendwann geklappt hatte, denn andererseits bedarf es doch noch einiges mehr, um sich so einem Abenteuer zu stellen. Mehrere Monate in der Wildnis zu verbringen ist auf jeden Fall noch mal etwas ganz anderes.

(Gideon Schindel)

gideonschindel@gmail.com

Gideon mein Name! Auch ich bin neu beim Ernschtle und habe dabei schon zwei Interviews f├╝hren d├╝rfen, das eine mit dem Zauberer und YouTube Star Alexander Straub und der Punkband Egotronic. In meiner Freizeit klettere ich sehr gerne - vielleicht schreibe ich dazu auch mal was...

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