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Der Nahostkonflikt macht uns fassungslos

Auch in unserer SchĂŒlerzeitungsredaktion, auf unserem Pausenhof gibt es gerade nur ein Thema: Der Nahostkonflikt. Justin, Hanna und Sarah haben sich ihre Gedanken dazu gemacht /// Achtung vor Fake News! „Hamas greift Israel an!“, „Israel plant Bodenoffensive.“,

Auch in unserer SchĂŒlerzeitungsredaktion, auf unserem Pausenhof gibt es gerade nur ein Thema: Der Nahostkonflikt. Justin, Hanna und Sarah haben sich ihre Gedanken dazu gemacht ///

Achtung vor Fake News!

„Hamas greift Israel an!“, „Israel plant Bodenoffensive.“, „Raketen auf Krankenhaus in Gaza-Stadt“
 Der Konflikt zwischen Israel und der Terrorgruppe Hamas lĂ€sst niemanden kalt, die Welt hĂ€lt den Atem an. LĂ€ngst ist es auch eine große Propagandaschlacht. Bei den vielen Schlagzeilen muss man grĂŒndlich schauen, welche der Wahrheit entsprechen und welche nicht.

Gerade auf den sozialen Medien – und hier vor allem auf TikTok – fluten tausende Posts das Netz. Aufgepasst: Vieles davon ist schlichtweg falsch! So gibt es z.b. ein Bild, auf dem man HochhĂ€user sieht und ganz viele rote Lichter, dazu hört man stĂ€ndig ein Knallen. Die Aufnahmen sollen den Angriff auf Gaza zeigen, doch das ist weit gefehlt, da es sich dabei um die Meisterschaftsfeier des Fußballvereins CR Belouizad in der algerischen Hauptstadt Algier handelt. Die roten Lichter waren also gar keine RaketeneinschlĂ€ge sondern nur Pyros sowie Böller. Noch ein Beispiel? Die israelische Zeitung „Jerusalem Post“brachte einen Artikel heraus, in dem geschrieben wurde, dass es dem israelischen MinisterprĂ€sidenten gesundheitlich schlecht gehen solle und er soeben ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Dies stellte sich als falsch raus, als man gesehen hatte, dass es gar nicht von der offiziellen Seite der „Jerusalem Post“ veröffentlicht wurde, sondern von einer Fake-Seite, die sich nur als diese ausgegeben hatte. 

Was damit bewirkt werden soll? 

Nun, das ist nicht schwer: Es ist Propaganda! Man will Unruhe stiften, den anderen schlecht machen. Bestes Beispiel ist wohl der Raketeneinschlag in einem Krankenhaus in Gaza-Stadt vorletzte Woche. Schnell wurde ĂŒber alle möglichen KanĂ€le Israel die Schuld dafĂŒr gegeben. Mehr als 500 Tote soll es gegeben haben. Die Folge war, dass ĂŒberall auf der Welt UnterstĂŒtzer PalĂ€stinas wĂŒtend auf die Straße gingen, so auch in Deutschland. Nun sieht es aber wohl danach aus, dass es eine fehlgeleitete Hamas-Rakete war, die das Krankenhaus traf. Und auch die Opferzahl hat so wohl nicht ganz gestimmt. 

Auch Elon Musk soll fĂŒr die Verbreitung von Falschinformationen beigetragen haben, da er zwei Accounts auf seiner Plattform „X“ empfahl, die das Hamas-Massaker in Echtzeit gezeigt haben sollen. Die Verifizierungen auf seiner Plattform sind kĂ€uflich, wodurch die ganzen News umso authentischer wirkten. Besser oder vielmehr richtiger werden solche Falschmeldungen dadurch aber nicht.  

Was ich euch einfach mit auf den Weg geben möchte: Passt immer auf, wo ihr eure News herbekommt und hakt gerne mal nach, wenn sich etwas unglaubwĂŒrdig anhören sollte. Ihr könnt auch gerne zum aktuellen Ernschtle greifen (Ausgabe 2023 #vonwegenLOL). Laura, Inci und Hira geben euch dort viele gute Tipps zum Erkennen von Fake News.

(Justin)

Emphatie statt neuem Hass!

Die Bilder aus Israel bzw. Gaza machen uns fassungslos. Auslöser war der verheerende Terrorangriff der palĂ€stinensischen Hamas. Kinder wurden entfĂŒhrt, Frauen vergewaltigt und Unschuldige hingerichtet. Doch die Auswirkungen des Hamas-Angriffs sind nun auf beiden Seiten fatal. Es gibt viele Opfer bei den Israelis als auch bei den PalĂ€stinensern, denn Israel macht von seinem Recht auf Verteidigung Gebrauch. 

Nun gibt es viele, zu viele Menschen die sich radikal auf eine Seite schlagen. Team Israel oder Team PalĂ€stina? Das ist nicht gut. Muss man nicht das Leid auf beiden Seiten sehen? Es ist wichtig, dass man sein MitgefĂŒhl mit den Menschen im Gazastreifen UND in Israel zeigen kann. Man muss die Greueltaten der Hamas klar verurteilen und dennoch auch Kritik an der israelischen Regierung Ă€ußern dĂŒrfen. Anstatt Hass zu verbreiten, sollten wir Empathie fĂŒr alle Opfer zeigen, und den Schmerz aller Beteiligten gleichermaßen anerkennen. Wenn das irgendwann funktionieren wĂŒrde, dann kann es auch wieder eine Hoffnung auf den Frieden geben.

(Hanna und Sarah)

Zeichnung: Sila Iclier

justin@ernschtle.de

Servus erstmal, mein Name ist Justin Schmiedel, bin 14 Jahre alt und wohne in Karlsruhe. Ich gehe in die achte Klasse und in meiner Freizeit spiele ich Fußball bei der Spielvereinigung aus Durlach Aue. In Aue bin ich als Torwart aktiv und wir spielen in der U-15 Verbandsliga. Das ist mein erstes Jahr im Ernschtle und die Themen Social Media, Fußball sowie Sport generell interessieren mich sehr.

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